19. 12. 2019

Alle Jahre wieder: Weihnachtsgottesdienst auf dem Bergedorfer Friedhof

2019-12-19T09:54:36+01:0019. Dezember 2019|

Am 24.12.2019 um 17.00 Uhr findet dieses Jahr erneut der musikalische Weihnachtsgottesdienst  in der Kapelle 1 des Bergedorfer Friedhofes statt:

Pastor Reinhard Stender, Seelsorger im Heinrich-Sengelmann-Haus in St. Georg, im Altenwohnheim Billwerder Bucht in Rothenburgsort und im Moosberg-Heim in Lohbrügge, hält bereits zum dritten Mal einen Weihnachtsgottesdienst in der Kapelle 1 des Bergedorfer Friedhofes ab. Jeder ist herzlich eingeladen.

26. 10. 2019

Tod & Trauer: Wie gehen wir eigentlich miteinander um?

2019-10-26T21:14:22+02:0026. Oktober 2019|

Wie begegne ich jemanden, der trauert? Was kann ich eigentlich sagen? Wie verhalte ich mich, wenn jemand immer wieder über den Verstorbenen sprechen möchte? Und warum sollte ich mich manchmal zurückhalten, Geduld haben und die eigenen Grenzen kennen?

Tod & Trauer und unser Umgang damit

Der Tod ist uns Menschen absolut sicher. Wie die Geburt gehört der Tod zum Leben dazu. Jeder von uns wird früher oder später mit diesem Thema konfrontiert. Das wissen wir alle. Und doch haben wir meist Angst vor dem Thema Tod. Jeder auf seine Weise. Vor allem haben wir häufig Berührungsängste und Scheu, mit Angehörigen, Freunden und Bekannten umzugehen, die einen nahestehenden Menschen verloren haben.

Warum eigentlich? Ein wichtiger Grund liegt darin, dass die meisten von uns es schlichtweg nicht gewohnt sind, sich mit den Themen Tod und Trauer auseinanderzusetzen. Zudem löst „der Tod“ vielfach Emotionen ins uns aus, die wir zunächst nicht einordnen können oder die wir gar nicht damit verbinden. Aber wir können lernen, damit umzugehen – insbesondere damit, wie wir Menschen Trost spenden können, die um jemanden trauern. Ein paar Tipps, an denen Sie sich orientieren können:

Wie begegne ich jemandem, der trauert? Was kann ich eigentlich […]

5. 10. 2019

Auf der anderen Seite

2019-10-05T23:35:50+02:005. Oktober 2019|

Bestatter gelten als Experten im Umgang mit Tod und Trauer. Sie kümmern sich um alle organisatorischen Dinge, geben Ratschläge und sind auch ein Stück weit Begleiter der Angehörigen in der schwierigsten Phase ihres Lebens. Doch vom Umfeld der Familie und Freunde bekommen sie häufig nicht so viel mit. Dies ändert sich schlagartig, wenn sie selbst betroffen sind, wenn sie plötzlich auf der anderen Seite stehen. Selbst Angehöriger oder Freund sind. Wenn sie selbst von Trauer betroffen sind. Was bringt ihnen dann ihr Wissen um den Tod und alles drumherum? Trauern sie anders? Hier erzählt Timo Krüger von seinen Erfahrungen.

“Was berührt, das bleibt.”
(Enno Bunger)

Es war ein Freitagmorgen im November 2017, als der Anruf kam. Nils war dran. „Lena ist tot“. Ich bin Bestatter. Ich bekomme jeden Tag Anrufe von Angehörigen, die mir mitteilen, dass jemand verstorben ist. Ich weiß, was dann zu tun ist. „War der Arzt schon da?“ „Möchten Sie, dass wir sofort vorbeikommen, um die Überführung durchzuführen?“ „Wir benötigen folgende Papiere von Ihnen:“ 

Doch diesmal war alles anders. Lena war meine beste Freundin. Über ein Jahr kämpfte sie gegen die Leukämie. Zwei Jahre, in denen sie und ihr Mann Nils Untragbares zu tragen hatten. Zwei Jahre, in denen sie […]

7. 02. 2019

Wie kann ich eine Trauerfeier gestalten?

2019-05-27T23:54:39+02:007. Februar 2019|

Die Trauerfeier ist ein wichtiger Bestandteil beim Abschiednehmen von einem geliebten Menschen. Hier kommen die engsten Angehörigen und Freunde, aber auch Nachbarn und Arbeitskollegen zusammen, um den Verstorbenen ein letztes Mal in ihre Mitte zu nehmen. Sie bietet Raum für alle Gefühle, die mit der Trauer zusammenhängen. Doch was ist eigentlich eine „gute“ Trauerfeier? Wie läuft sie ab, und welche Möglichkeiten haben die Angehörigen, sie mitzugestalten?

Die Trauerfeier als wichtiger Bestandteil im Trauerprozess

Am Tage der Trauerfeier kommen häufig ein letztes Mal all die Menschen zusammen, die den Verstorbenen gekannt haben, um sein Leben zu würdigen. Hier ist Platz für die ganze Bandbreite der Emotionen, welche mit der Trauer um einen nahestehenden Menschen einhergehen. Im Anschluss findet häufig die Beisetzung im Sarg oder in der Urne statt. Die Trauergäste begleiten den Verstorbenen auf seinem „letzten Weg“. Dies ist für die Angehörigen eine wichtige Etappe, um den Tod der Person zu realisieren. 

Ablauf einer Trauerfeier

Die Trauerfeier ist ein Bruch zum Alltag der meisten Menschen. Sie sollten also erst einmal die Möglichkeit haben, anzukommen. Dies kann durch ein gemeinsames Ritual , wie zum Beispiel dem Anzünden eines Teelichtes für den Verstorbenen oder dem Essen seiner Lieblingskekse geschehen. Wichtig ist, dass das Ritual für die […]

22. 12. 2018

Veranstaltungshinweis: Weihnachtsgottesdienst auf dem Bergedorfer Friedhof

2019-05-27T23:56:03+02:0022. Dezember 2018|

Am 24.12.2018 um 17.00 Uhr findet dieses Jahr erneut der musikalische Weihnachtsgottesdienst  in der Kapelle 1 des Bergedorfer Friedhofes statt:

Pastor Reinhard Stender, Seelsorger im Heinrich-Sengelmann-Haus in St. Georg, im Altenwohnheim Billwerder Bucht in Rothenburgsort und im Moosberg-Heim in Lohbrügge, hält bereits zum zweiten Mal einen Weihnachtsgottesdienst in der Kapelle 1 des Bergedorfer Friedhofes ab. Jeder ist herzlich eingeladen.

18. 12. 2018

Die Kinder, der Tod und die Trauer

2019-06-22T23:20:02+02:0018. Dezember 2018|

Der Tod eines nahestehenden Menschen gehört zu den ergreifendsten Erfahrungen im Leben eines Kindes. Wie kann man einem Kind in solch einer Situation begegnen? Mit welchen Worten den Tod erklären? Eine Hilfestellung, wie man Kinder unterstützen kann.

Was machen die da mit dem Opa? Wo geht Opa denn nun hin? Und wieso kann Opa mir denn keine Geschichte mehr vorlesen? Kindern fällt es manchmal sehr schwer, die „Welt der Großen“ nachzuvollziehen. So einschneidende Veränderungen wie der Verlust des geliebten Großvaters können viele Fragen aufwerfen und die Erwachsenen vor die Herausforderung stellen, Antworten finden zu müssen.

Das Verständnis vom Tod – eine Frage des Alters

Zunächst ist es wichtig, sich klar zu machen, dass Kinder Tod und Trauer anders erleben als Erwachsene. Je nach Altersstufe gehen sie sehr unterschiedlich damit um – was zuweilen verunsichern und irritieren kann. Damit stellt sich natürlich die Frage: Ab welchem Alter kann ein Kind denn überhaupt begreifen, dass das Leben endlich ist?

Hierauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Allerdings lassen sich folgende Zeitmarker ausmachen – natürlich immer in Abhängigkeit vom individuellen Entwicklungstand des Kindes: Bis etwa drei Jahre haben Kinder noch gar kein Verständnis davon, was der Tod bedeutet. Ab […]

25. 10. 2018

Der Tod – verdrängt oder geschwätzig diskutiert?

2019-05-27T23:57:14+02:0025. Oktober 2018|

Nicht nur in der wissenschaftlichen Debatte – auch in der (all-)täglichen medialen Auseinandersetzung wird eine Frage immer wieder kontrovers diskutiert: Ist der Tod in der modernen Gesellschaft ein verdrängtes oder doch eher ein geschwätziges Thema?

Nicht nur in der wissenschaftlichen Debatte – auch in der (all-)täglichen medialen Auseinandersetzung wird eine Frage immer wieder kontrovers diskutiert: Ist der Tod in der modernen Gesellschaft ein verdrängtes oder doch eher ein geschwätziges Thema?

Für beide Positionen lassen sich ausreichend Argumente finden. Unstrittig ist jedoch die Tatsache, dass Gesellschaften niemals starre Gebilde sind, sondern einem stetigen Wandel unterliegen. Solch ein Wandel betrifft insbesondere die Art und Weise, wie mit bestimmten Phänomenen sozial umgegangen wird. So hat im Laufe der Zeit auch das gesellschaftliche Verhältnis zu Sterben, Tod und Trauer immer wieder Veränderungen erfahren.

Dank der kontinuierlichen Verbesserungen des allgemeinen Lebensstandards ist die durchschnittliche Lebenserwartung in westlichen Industrienationen so hoch wie nie zuvor. Doch gestorben wird nach wie vor – und das in jedem Lebensalter.

Damit stellt sich jedoch auch die Frage, inwieweit der Tod in modernen Gesellschaften überhaupt noch verdrängt werden muss. Einerseits ist die Verdrängung des Wissens um die eigene Sterblichkeit eine entscheidende Voraussetzung, um ein „störungsfreies und gesundes“ […]

19. 09. 2018

Mit allen Sinnen Abschied nehmen

2019-05-27T23:57:46+02:0019. September 2018|

Bewusster Abschied – kann für jeden Menschen anders aussehen. Doch was bedeutet es eigentlich, sich bewusst von einem Verstorbenen zu verabschieden? Und warum löst der direkte Kontakt mit dem Tot bei vielen Menschen immer noch tiefstes Unbehagen aus?

Kaum etwas bewegt uns so sehr wie die Begegnung mit dem Tod. Doch kaum etwas geschieht auch so verborgen wie das Sterben. Seit der Tod zunehmend in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen eintritt, ist der direkte Kontakt zu einem Verstorbenen immer weiter aus unserem Lebensalltag verschwunden.

Oft sind es das Pflegepersonal, Ärzte, Seelsorger oder die Bestatter, die Berührungspunkte zu einem Leichnam haben und wissen, wie man einem Toten die Augen schließt, ihn richtig bettet oder wie sich ein kalter Körper anfühlt, aus dem das Leben gewichen ist. Damit besitzen sie Erfahrungen und ein Wissen, das in der breiten Bevölkerung weitgehend verloren gegangen ist.

Für viele Menschen ist die Begegnung mit einem Verstorbenen immer noch eine Ausnahmesituation, ganz zu schweigen von der Berührung eines toten Körpers. Das mag in vielerlei Hinsicht damit zu tun haben, dass die Konfrontation mit dem Tod – im Besonderen die Vorstellung vom Anblick eines Verstorbenen – mit großen Ängsten verbunden ist. Die Angst davor, […]

20. 07. 2018

Naturnahe Trends außerhalb der Friedhofsmauern

2019-05-27T23:59:46+02:0020. Juli 2018|

Flüchtig sind der Menschen Tage. Und dann? An einen Baum im Wald? Oder doch lieber auf die Ostsee? Fragen, die sich immer mehr Menschen stellen. Besonders Naturbestattungen erlangen immer mehr Bekanntheit und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit.

Bis vor gut zehn Jahren war der Friedhof (bis auf wenige Ausnahmen) der einzige Ort, auf dem die Toten oder ihre Aschereste beigesetzt wurden. Auch heute noch stellen Friedhöfe die wichtigsten Begräbnisplätze dar – rund 90 % der Deutschen werden auf klassischen Friedhöfen beigesetzt. Doch seit es immer mehr „alternative“ Bestattungsformen gibt, hat der Friedhof seine unumschränkte Monopolstellung eingebüßt:

Es kamen Beisetzungsformen auf, die außerhalb der herkömmlichen Friedhofsgrenzen stattfanden. Allgemein bekannt sind die Naturbestattungen, zu denen die Waldbestattung und auch die Seebestattung zählen.

Erinnerungskultur in der Natur

Seit der Jahrtausendwende lassen sich immer mehr Beisetzungen in Waldgebieten verzeichnen. 2001 entstanden hierzulande die ersten Friedwälder, gefolgt von Ruheforsten und anderen Waldarealen oder Parks, in denen Urnen beigesetzt werden.

Mittlerweile werden insgesamt etwa 2% aller Verstorbenen in der freien Natur bestattet. Ein bekanntes Beispiel in der Kategorie der Naturbestattungen in der freien Landschaft ist die Baumbestattung in entsprechenden Wäldern. Das Leitbild der Betreiberfirmen von Waldbestattungen mit Markennamen wie FriedWald® oder RuheForst® […]

13. 07. 2018

Himmelsbestattung – fester Bestandteil fernöstlicher Bestattungskultur

2019-05-28T00:01:06+02:0013. Juli 2018|

Können Sie sich vorstellen, nach Ihrem Tod wieder Teil der Natur zu werden, indem Sie sich von Aasgeiern fressen lassen? Sie finden diese Vorstellung abwegig? In einigen Regionen Zentralasiens ist die Himmelsbestattung mit Bartgeiern durchaus üblich.

„Es ist noch früh am Morgen – noch vor Sonnenaufgang. Die ‚Ragyapas‘ oder auch ‚Domden‘  genannten tibetischen Bestatter enthüllen die in traditionelle weiße Tücher gekleidete, für den Transport  sorgsam zusammengeschnürte Leiche. Der deutlich blau verfärbte Körper wird bäuchlings auf einen großen flachen Stein oder auf eine mit Kieseln aufgeschüttete Fläche gelegt. In einem kleinen Ofen werden Wachholderzweige entzündet. Rauch steigt auf.

Mit einem Messer wird dem Leichnam ein religiöses (Glücks-) Symbol in die Haut geritzt. Gebete werden gemurmelt. Immer und immer wieder. Weitere Schnitte folgen. Plötzlich scheint die Luft zu vibrieren. Angelockt durch die Rauchschwaden und den Geruch des Fleisches erscheinen einige Duzend krächzende Bartgeier am Horizont. Der Himmel des durch Gebetsfahnen abgetrennten Areals verdunkelt sich. Mit imposanten Flügelschlägen gleiten die Tiere langsam in Richtung Boden und lassen sich in gebührendem Abstand nieder.

Konzentriert und mit geübten Bewegungen befreien die tibetischen Bestatter unterdessen den Leichnam von all seinen Weichteilen. Sobald Fleisch und Knochen – soweit möglich – in Stücke […]