Rechtliches zur Bestattungsvollmacht

Bestattungsvorsorge | Bestattungsvollmacht, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung


Sichern Sie Ihre Vorsorge ab

Bestattungsvollmacht

Bestattungspflichtig und bestattungsberechtigt sind Angehörige ersten Grades in der folgenden Reihenfolge:

1. Ehefrau / Ehemann
2. Kinder / Eltern
3. Bruder / Schwester
4. Neffe / Nichte / Onkel / Tante

Wenn Sie diese Reihenfolge umgehen möchten, um zum Beispiel eine Lebensgefährtin oder einen Lebensgefährten einzusetzen, empfiehlt
es sich demjenigen eine Bestattungsvollmacht auszustellen.

Eine Bestattungsvollmacht ist auch sinnvoll, wenn Unklarheiten vorhanden sind und Sie Streit in der Familie vermeiden möchten.

Sie sollten diese Entscheidung aber immer mit dem oder den Betroffenen absprechen.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Totenfürsorge in das Bundesregister eintragen zu lassen.

Bitte schreiben Sie Ihre Bestattungswünsche nicht in Ihr Testament, da die Eröffnung desselbigen in der Regel erst einige Wochen nach der Beisetzung stattfindet.

Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Betreuungsverfügung – Worin bestehen die Unterschiede?

Unabhängig von einer Bestattungsvorsorge ist es sinnvoll, sich rechtzeitig darüber Gedanken zu machen, wie eine selbstbestimmte Lebensführung auch dann möglich ist, wenn man seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln kann. Hier erfahren Sie, welches Dokument wann am sinnvollsten ist.

Vorsorgevollmacht

Mit einer Vorsorgevollmacht können Sie in gesunden Tagen selbst eine Vertrauensperson auswählen, die bei einer später eintretenden schweren Krankheit für Sie entscheiden und handeln darf. Dadurch verhindern Sie, dass ein Berufsbetreuer durch dass Amtsgericht für Sie bestellt wird. Die nächsten Angehörigen haben nämlich kein automatisches Vertretungsrecht in so einem Fall.

Vorlagen gibt es u. a. beim Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV).

Sie können die Vorsorgevollmacht auch notariell regeln lassen. Hierbei wird die Vertrauensperson in das Zentrale Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer eingetragen. Der Vorteil liegt darin, dass jedes Amtsgericht zunächst im Register nachschauen muss, ob eine Vorsorgevollmacht vorhanden ist, bevor es einen Betreuer bestellt.

Patientenverfügung

Mit einer Patientenverfügung können Sie verbindlich festhalten, welche medizinische Behandlung Sie wünschen oder ablehnen, falls Sie sich nicht mehr selbst dazu äußern können. Dabei zählt der Wille des Patienten auch dann, wenn er den ärztlichen Prinzipien von Heilung und Linderung entgegensteht. Sofern ausdrücklich gewünscht, müssen Ärzte eine Behandlung auch abbrechen.

Sie sollten zuvor ein ausführliches Gerspräch mit dem Hausarzt und den engsten Angehörigen führen, um sich über alle Auswirkungen dieser Verfügung und über die eigenen Wünsche im Klaren zu sein, bevor Sie das Dokument unterzeichnen.

Betreuungsverfügung

Mit der Betreuungsverfügung können Sie im Voraus festlegen, wen das Amtsgericht als Betreuer bestellen soll, wenn es ohne rechtliche Betreuung nicht mehr weitergeht. Genauso können Sie bestimmen, wer auf keinen Fall als Betreuer in Frage kommt. Sie können dem Betreuer auch inhaltliche Vorgaben machen, etwa, ob Sie im Pflegefall eine Betreuung zu Hause oder im Pflegeheim wünschen.

Wichtig: Eine wirksame Vorsorgevollmacht verhindert, dass das Amtsgericht einen gesetzlichen Betreuer ernennt, wenn Sie entscheidungsunfähig sein sollten. Dadurch wird die Betreuungsverfügung durch die Vorsorgevollmacht in der Regel überflüssig.

Rechtzeitige Beratung

Wenn Sie sich rechtzeitig um diese Dinge kümmern, so können Sie alle Entscheidungen in Ruhe abwägen und besprechen. Denn wenn erst einmal etwas passiert ist, so ist es häufig zu spät, diese Regelungen zu treffen. Unsere Informationen dienen dabei dazu, dass Sie sich einen ersten Überblick verschaffen. Für eine rechtsverbindliche Beratung sollten Sie sich in jedem Fall an einen Notar wenden.

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